Ganzheitliche Betrachtung – individuelle Einschätzung

Vor jeder individuellen Maßnahme steht bei uns eine umfassende Bestandsaufnahme im Mittelpunkt. Dabei kombinieren wir klassische naturheilkundliche Verfahren mit ergänzenden Methoden, die auf einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit beruhen. Ziel ist es, einen Überblick über mögliche körperliche oder funktionelle Ungleichgewichte zu gewinnen.

Anamnese

Die Anamnese bildet die Grundlage jeder verantwortungsvollen therapeutischen Begleitung. Sie dient dazu, ein möglichst umfassendes Bild über den gesundheitlichen Zustand eines Menschen zu erhalten. Dabei werden sowohl aktuelle Beschwerden als auch frühere Erkrankungen, Behandlungen und persönliche Lebensumstände berücksichtigt.

Eine sorgfältige Anamnese ermöglicht es, Zusammenhänge zu erkennen, individuelle Belastungsfaktoren zu verstehen und therapeutische Maßnahmen auf die persönliche Situation des Patienten abzustimmen.

Das Anamnesegespräch

Zu Beginn der Behandlung steht ein ausführliches Gespräch zwischen Therapeut und Patient. In diesem Gespräch schildert der Patient seine aktuellen Beschwerden, deren Verlauf sowie mögliche auslösende Faktoren.

Typische Themenbereiche des Anamnesegesprächs sind beispielsweise:

  • aktuelle Beschwerden und deren zeitlicher Verlauf
  • frühere Erkrankungen und Operationen
  • bekannte Diagnosen
  • Medikamenteneinnahme und bisherige Behandlungen
  • körperliche Belastungen und Unfälle
  • Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung oder Stressbelastung

Das Gespräch dient nicht nur der Informationsgewinnung, sondern auch dem gegenseitigen Verständnis. Der Patient erhält Raum, seine gesundheitliche Situation aus seiner persönlichen Perspektive zu schildern.

Gesundheitshistorie

Die individuelle Gesundheitshistorie kann wichtige Hinweise auf mögliche Zusammenhänge geben. Daher werden häufig auch frühere Ereignisse berücksichtigt, die möglicherweise nicht unmittelbar mit der aktuellen Beschwerde in Verbindung gebracht werden.

Dazu können unter anderem gehören:

  • frühere Verletzungen oder Unfälle
  • Operationen oder Krankenhausaufenthalte
  • chronische Erkrankungen
  • familiäre gesundheitliche Belastungen
  • länger zurückliegende Beschwerden

Auch Veränderungen im Lebensumfeld, berufliche Belastungen oder besondere Stresssituationen können im Rahmen der Gesundheitshistorie berücksichtigt werden.

Sichtung vorhandener Befunde

Sofern vorhanden, können bereits vorliegende medizinische Befunde in die Betrachtung einbezogen werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Arztberichte
  • Laborwerte
  • bildgebende Diagnostik wie Röntgen, MRT oder CT
  • physiotherapeutische oder orthopädische Befunde

Die Sichtung solcher Unterlagen kann helfen, bereits erhobene Informationen zu berücksichtigen und ein umfassenderes Gesamtbild zu erhalten.

Einordnung der Informationen

Die im Gespräch erhobenen Angaben sowie vorliegende Befunde werden gemeinsam betrachtet und eingeordnet. Dabei geht es darum, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und den individuellen gesundheitlichen Hintergrund besser zu verstehen.

Die Auswertung erfolgt stets unter Berücksichtigung der Angaben des Patienten sowie der vorhandenen Unterlagen.

Bedeutung der Mitwirkung des Patienten

Eine offene und möglichst vollständige Darstellung der eigenen gesundheitlichen Situation unterstützt die Qualität der Anamnese erheblich. Je genauer Informationen zu Beschwerden, Vorerkrankungen und bisherigen Behandlungen vorliegen, desto besser kann die individuelle Situation eingeschätzt werden.

Der Patient entscheidet selbstverständlich selbst, welche Informationen er mitteilen möchte.

Thermografie

Wir setzen thermografische Bilder ergänzend als Hinweis gebendes Verfahren ein. Dabei entstehen berührungsfreie Wärmebilder, die unterschiedliche Temperaturverteilungen an der Körperoberfläche sichtbar machen können. Diese können unter anderem Hinweise auf veränderte Durchblutung oder mögliche entzündliche Prozesse im Bereich der Muskulatur geben.

Die thermografische Betrachtung dient in unserer Praxis ausschließlich der ergänzenden Orientierung im Rahmen der naturheilkundlichen Befunderhebung, insbesondere im Zusammenhang mit manuellen Anwendungen. Die gewonnenen Informationen werden stets im Gesamtzusammenhang mit Anamnese, körperlicher Beobachtung und weiteren naturheilkundlichen Einschätzungen betrachtet.

Energiepunkt-Messung

Energiepunkt-Messung (Victor®)

Mit der Victor®‑Messung erfassen wir nach dem Konzept der traditionellen asiatischen Energielehre mögliche energetische Ungleichgewichte entlang sogenannter Meridiane. Diese Methode orientiert sich an der Vorstellung, dass bestimmte Funktionskreise des Körpers über energetische Leitbahnen miteinander in Verbindung stehen können.

Die Messung erfolgt über spezielle Messpunkte an Händen und Füßen. Dabei werden elektrische Hautwiderstände erfasst, die innerhalb dieses naturheilkundlichen Modells als Hinweise auf mögliche energetische Abweichungen interpretiert werden können. Die gewonnenen Messwerte werden in unserer Praxis nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang mit der Anamnese, der körperlichen Beobachtung und weiteren naturheilkundlichen Einschätzungen.

Laboranalysen

Je nach Fragestellung können zusätzlich Laboruntersuchungen veranlasst werden. Diese erfolgen in Zusammenarbeit mit anerkannten Fachlaboren. Beispiele sind u. a. Untersuchungen zum Mikrobiom, Nährstoffstatus oder Belastungswerten. Gerne beraten wir Sie im Rahmen eines individuellen Gesprächs, welche Verfahren für Ihre Fragestellung geeignet sein könnten.

Hinweis

Unsere Behandlungen verstehen sich als ergänzende Maßnahmen und ersetzen keine schulmedizinische Diagnostik oder Therapie. Bitte sprechen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden stets mit Ihrem Arzt.

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